Hambacher Schloß, "Wiege der deutschen Demokratie"

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"An der ganzen Haardt sichtbar, blickt sie gar stolz in das reiche Land,

das sich vor ihr in unbeschreiblicher Pracht und Ausdehnung breitet."

(August Becker)

Auf dem Hambacher Schloßberg bei Neustadt steht die ehemalige Kästenburg (Kastanienburg),

sie wurde wahrscheinlich Anfang des 11. Jahrhunderts von dem kaiserlichen Geschlecht der

Salier auf den Resten einer spätkarolingischen Fliehburg erbaut.

 

 

 

 

Der spätere Besitzer, Graf Johann I.

Bischof von Speyer, vermachte die Burg

dem Hochstift von Speyer.

Vier Jahrhunderte lang war die Anlage

ständiger Aufenthaltsort der Bischöfe

von Speyer, bis sie 1525 vom

"Nußdorfer Bauernhaufen" besetzt

und ausgeplündert wurde.

 

 

Nur wenige Jahre später wurde die wiederaufgebaute Kästenburg von Truppen des

Markgrafen Albrecht von Brandenburg erneut zerstört.

  

 

 

 

                   

Notdürftig instantgesetzt überstand die Burg den 30 jährigen Krieg fast unbeschadet, ehe sie während des

Pfälzischen Erbfolgekrieg von Französischen Truppen endgültig zerstört wurde.

 

 

Nach der Neuaufteilung des Reiches im Jahre 1815 kam der Bayriche Staat

in den Besitz der mittlerweile wertlosen Kästenburg.

 

 

                           

  

Um ihr Schloß vor dem Untergang zu retten, konnten Neustadter Bürger im Jahr 1823 die Ruine

für 625 Gulden vom Bayrischen Königreich erwerben.

  

 

Am 27. Mai 1832 schrieb das Hambacher Schloß erneut Geschichte als 30000 Menschen zum

Schloßberg hinaufzogen um unter der schwarz-rot-goldnen Flagge für die Freiheit und Einheit

Deutschlands zu demonstrieren.

  

 

 


 

  

 

 

Maximilian von Bayern erhielt 1842 von den

königstreuen Pfälzern das Schloß als Hochzeitsgeschenk.

Der Kronprinz begann mit dem Umbau seiner "Maxburg"

zu einem neugotischen Schloß, das jedoch wegen

Geldmangels nie vollendet wurde.

 

 

 

Der damalige Landkreis Neustadt erwarb 1952 das Hambacher Schloß

um es als Denkmal der deutschen Demokratie zu gestalten.

  

 

                                   

 

Die ehemalige Kästenburg wurde für sehr viel Geld zu einer "Touristen-Burg" umgebaut,

auf der nur schwer die Burgenromantik der altehrwürdigen Pfälzischen Ruinen zu spüren ist.

 

 

 Das Hambacher Schloss ist täglich geöffnet (außer 24.12.), die Ausstellung im Inneren sowie die Führungen sind kostenplichtig.

Anfahrt:

Beim Neustadter Ortsteil Hambach immer der Ausschilderung "zum Schloß" folgen.

Parkplätze sind gebührenplichtig!

  

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